Mittwoch, 25. Januar 2012

SAP scheint den Kundengeschmack zu treffen

Die Softwareerlöse (IFRS) stiegen um 22 % auf 3,97 Mrd. € (2010: 3,27 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurse bedeutet dies einen Anstieg um 25 %. Einer der Umsatztreiber ist die In-Memory-Analysesoftware HANA, die unter anderem mit folgenden Neukunden aufwarten kann: Gonhermex, S.A. de C.V., Grupo Gonher, Schukat electronic Vertriebs GmbH, EBY-Brown Company LLC, Newell Rubbermaid, Inc., Coinstar, Inc., T-Mobile USA, Inc. Insgesamt 270 Mio. € erzielte SAP im Jahr 2011 mit SAP HANA und mobilen Lösungen.

Sowohl das Betriebsergebnis als auch die operative Marge nach IFRS sind positiv beeinflusst durch die Neubewertung der Rückstellungen für den TomorrowNow-Rechtsstreit, diese haben aber keine Auswirkung auf das Betriebsergebnis und die operative Marge nach Non-IFRS.

SAP erwartet, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2012 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 10 % bis 12 % steigen werden. Auch die Ziele sind ambitioniert: Bis 2015 soll das Umsatzziel von 20 Mrd. € übertroffen worden sein und eine operative Marge von 35 % erreicht werden.

Schweiz-Geschäft gut behauptet

Im Geschäftsjahr 2011 überschritt die SAP (Schweiz) AG erstmals die 700-Millionen-Franken-Grenze. Mit einem Umsatz von 701,3 Millionen Schweizer Franken lag das Ergebnis 5,5 Prozent über dem Erlös des Geschäftsjahres 2010 (664,9 Millionen Franken). Einen überdurchschnittlichen Anteil am Gesamtumsatz hatte das Produktgeschäft (Software und softwarebezogene Services inklusive Support): Es erreichte 2011 einen Umsatz von 525,6 Millionen Franken. Kleiner Wermutstropfen: In allen SAP-Kennzahlen per 31. Dezember 2011 sind Umsätze, Mitarbeiterzahlen, etc. von der im Jahr 2011 akquirierten SAF Simulation, Analysis and Forecasting AG in Tägerwilen enthalten. Das Unternehmen erzielte für das Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von rund 18 Millionen Schweizer Franken und war so für fast die Hälfte des SAP-Schweiz-Wachstums verantwortlich.

Gut aufgenommen haben kleine und mittlere Unternehmen in der Schweiz das seit Januar 2011 in der Deutschschweiz verfügbare SAP Business ByDesign – i2s schätzt, dass wenigstens 20 Unternehmen SAP ByD in der Schweiz nutzen. In der französischen Schweiz wird SAP Business ByDesign noch im laufenden Jahr ausgerollt.

Autor: Frank Naujoks

Montag, 23. Januar 2012

Ade Handarbeit: Dienstleister ignorieren zu häufig das Potenzial einer modernen IT

Das «Service-Forum 2012» am 29. März 2012 in Zürich Rüschlikon informiert Führungskräfte und Experten aus Dienstleistungsfirmen und unternehmensinternen Servicebereichen über Rationalisierungspotenziale und Trends.

Medienbrüche, manuelle Eingriffe und nicht durchgängige Anwendungen sind charakteristisch für die Prozesse von Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor und führen zu enormem Zeitverlust.

Typische Probleme der Branche sind zu lange Durchlaufzeiten bei der Rechnungserstellung, Minimierung des Aufwands bei der Leistungserfassung, zeitnahe Leistungserfassung, Umsatzverluste durch unterbliebene Leistungserfassung, Verärgerung der Kunden durch falsche Rechnungsstellung.

In einer Branche, die neben der menschlichen Arbeitskraft kaum etwas anderes verkaufen kann, hat IT eine besondere Bedeutung als Effizienzsteigerungspotential. Geschwindigkeit ist hier der Schlüssel zum Geschäftserfolg, denn Arbeitszeit muss in Geld umgewandelt werden.

Einen Überblick über Optimierungspotenziale und Best-Practices können sich Unternehmen am 29. März 2012 auf dem Dienstleister-Forum 2012 im Gottlieb-Duttweiler-Institut in Zürich Rüschlikon verschaffen. Hauptsponsoren der Veranstaltung sind SAP, Unit4 und Vertec.

Themen sind Zeiterfassung und Leistungserfassung, Kundenkontaktmanagement, Fakturierung und Verrechnung, Projektmanagement, Kosten-Controlling, Kostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung. Neben Praxisvorträgen haben die Teilnehmer die Gelegenheit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und zum Besuch der Fachausstellung. Neben den Hauptsponsoren haben unter anderem Actricity, AGILITA, Ambit, ams.erp Solution, IFS, itelligence, KUMAVISION, Opus Solution und Process Partner ihre Teilnahme als Sponsoren und Aussteller zugesagt.

Veranstalter der Tagung ist das Zürcher Beratungs- und Analystenhaus «intelligent systems solutions (i2s)».

Die Veranstaltung findet am 29. März 2012 im Gottlieb-Duttweiler-Institut in Zürich Rüschlikon statt. Die Teilnahmegebühr für Anwenderunternehmen beträgt 560 CHF, für Schnellentschlossene gibt es einen Frühbuchrabatt von 280 CHF bis zum 31. Januar 2012.
Weitere Informationen und ein laufend aktualisiertes Programm findet sich unter www.service-forum.org

Freitag, 20. Januar 2012

Sage ERP X3 - den internationalen Mittelstand ins Visier genommen

Sage forciert die Strategie, mit weltweit einheitlichen Produkten Kunden aus dem gehobenen Mittelstand zu gewinnen. Nach Sage CRM wird das 2005 als Adonix X3 erworbene und seit 2010 vorsichtig in den deutschen Markt gebrachte Sage ERP X3 als Konkurrenz für Microsoft Dynamics AX und SAP ERP positioniert.

Mehr als 3300 Kunden mit 180.000 Anwender nutzen aktuell das Produkt weltweit, zu kaufen ist es bei Sage direkt oder 220 Partnern - insgesamt stehen 1800 Consultants weltweit zur Verfügung. Als Zielgruppe hat Sage Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern ausgemacht, deren Altlösung in die Jahre gekommen ist oder die für ihre Niederlassungen Alternativsysteme suchen.

Auf der Habenseite kann Sage ERP X3 10 Sprachversionen, 14 rechtskonforme Länderversionen und eine Kundenbasis in 55 Ländern verbuchen. In diesem Jahr angegangen werden industriespezifische Versionen der Software, mit Version 7 im nächsten Jahr steht auch eine Cloud-Lösung auf der Roadmap.

Momentan sicherlich die größte Herausforderung für den Vertrieb sind die Anzahl qualifizierter Vertriebspartner und Berater, die zur Verfügung stehen müssen. Hier will Sage nachlegen, um im Wettbewerb gegen SAP ERP und Microsoft Dynamics AX bestehen zu können.

Autor: Frank Naujoks

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Microstrategy Personal Cloud - Visualisierung leicht gemacht

Seit Ende September ist die Beta-Version von Microstrategy`s Personal Cloud kostenfrei verfügbar - und Microstrategy will damit herkömmliche BI-Anwendungen auf Abteilungsebene und Desktops ersetzen. Mit dem neuen Angebot sollen Anwender in der Lage sein, die verborgenen Schätze aus Excel zu heben, also beispielsweise Verkaufstrends und Ausreisser erkennen.

Nutzer können eigene Dashboards relativ einfach selbst erstellen und diese über Web, iPad oder per Mail mit anderen teilen und machen sie über Facebook, Twitter, Blogs und andere Plattformen zugänglich.

Wem die eigene Datensammlung zu mickrig erscheint, kann öffentlich zugängliche Datensammlungen analysieren. Beispielsweise unterstützt MicroStrategy Cloud Personal Analysen von Trend- und Statistikdaten aus öffentlichen Internetauftritten, wie Data.gov (http://www.data.gov/), The World Bank (http://data.worldbank.org/), dem National Center for Education Statistics (http://nces.ed.gov/ipeds/), Datenbestände von EuroStat (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/statistics/search_database) oder der NASA (NASA Data Incubator: http://nasa.dataincubator.org).

Wie das Ganze aussehen kann am Beispiel der Systemzufriedenheitswerte 2004-2011 ausgewählter ERP-Systeme (100% = Wert 2011) - im Selbstversuch erstellt:



Die Software bietet umfangreiche grafische Darstellungsmöglichkeiten. Ein sehr schönes Feature ist die Data Refresh-Möglichkeit. Aktualisierte Daten können problemlos in bereits erstellte Grafiken eingespielt werden und werden dann auch automatisch beispielsweise bei in Blogs eingebundenen Grafiken aktualisiert.

Nach einem kurzen Test bleibt ein positiver Eindruck für ein Visualisierungstool umfangreicher Datensätze, dass sich insbesondere durch die vielfältigen Verbreitungsmöglichkeiten via Blog, Email, iPad etc auszeichnet.

Autor: Frank Naujoks

Freitag, 9. Dezember 2011

Results from the ERP user satisfaction survey

The choice of ERP software has become simpler and more complex at the same time. Simpler, because the systems have reached a level of maturity over the last few years which makes it difficult to clearly choose a “wrong” system. More complex, as the number of potentially suitable systems has not decreased. Altogether, the user marks its software suppliers with a “B” - there are no large outliers in neither the one nor the other way.

Basically, "Satisfaction" is a subjective value which is decided from the perspective of the respondent. On the other hand, it is precisely this "satisfaction" which makes a successful ERP installation. In this sense, the results are presented below, while important for decision makers and developers, but they are not the measure of all things.

The practical use of the satisfaction studies – the first has been published 2003 - in a variety of projects has shown that the results of the study can be used as a barometer. A barometer allows no final and binding weather forecast, but gives hints on how the weather might develop. The same applies to the various aspects of satisfaction: You give the user an indication in which areas problems could occur, and thus allows a better planning. As an exclusive selection tool the "satisfaction barometer" is not suitable.

Figure 1: i2s ERP Portfolio

The more complex the installation are the less satisfied are the user companies. This result is true since 2003 and this is the reason why smaller ERP vendors usually get the better grades than e.g. SAP. Because SAP customer tend to have more complex needs therefore the implementation and maintenance of these installations is more complex and there are more possibilities for failures. On the other hand there is a reason why large organizations with a global company structure choose mainly SAP: Because other vendors have difficulties to fulfill the customer needs and e.g. provide the legal versions needed.

In total the i2s ERP User Satisfaction Survey 2011/12 is based on 1923 valid responses from user companies from 17 different countries. You can download a summary of the survey here: www.erp-survey.com


Freitag, 18. November 2011

i2s bietet kostenfreie Liste mit ERP-Anbietern aus dem DACH-Raum zum Download an

Mehr als 700 Einträge umfasst die Liste von ERP-Anbietern und ihren Partnern, die das Zürcher Analysten- und Beratungshaus i2s zum kostenfreien Download anbietet.

Das Angebot an Software zur Abbildung betriebswirtschaftlicher Software (ERP) ist umfangreich und damit auch unübersichtlich. Eine erste Orientierung bietet das Zürcher Analysten- und Beratungshaus intelligent systems solutions (i2s) mit der ERP-Liste, die mit mehr als 700 Einträgen eine der umfangreichsten Informationssammlungen zum Thema ERP in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist.

Interessierte Anwender können nach Unternehmensgröße, Land und verschiedenen Branchenschwerpunkten die passenden Anbieter und Partner selektieren und das Ergebnis für eine gezielte Ansprache nutzen. Der Download unter http://erp-survey.de/erp-anbieterliste/ ist kostenfrei.

Eine erste Orientierung, wie die ERP-Systeme in den Augen der Anwender abschneiden, finden interessierte Anwender in der Zusammenfassung der Ergebnisse der aktuellen i2s ERP-Zufriedenheitsstudie, die ebenfalls zum kostenfreien Download unter http://erp-survey.de/studienergebnisse/ zur Verfügung steht.

Die Anbieterliste ist auf Basis eigener Recherchen entstanden und den vertretenen Anbietern sind keine Kosten entstanden. i2s übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben keine Gewähr.

Hintergrundinformationen zur i2s GmbH, Zürich

Die i2s ist eines der führenden, anbieterunabhängigen Beratungs- und Research-Unternehmen mit Schwerpunkt ERP und Business Software. Im Bereich „i2s consulting“ unterstützt sie ihre Kunden im gesamten deutschsprachigen Raum und Mitteleuropa bei der Optimierung von Prozessen, der Auswahl von ERP-Systemen und ähnlichen Business Applikationen sowie beim Fällen von Investitionsentscheiden. Der Bereich „i2s research“ veröffentlicht regelmässig Studien und Marktinformationen, wobei der Anwendersicht und täglichen Praxis im Tagesgeschäft ein wichtiges Augenmerk geschenkt wird. Die i2s research ist Initiator der regelmässig stattfindenden ERP-Zufriedenheitsstudie (www.erp-z.info).

Mittwoch, 16. November 2011

SAP Business byDesign - Update

Last Week at Sapphire SAP unveiled a couple of information about the future of SAP Business byDesign. Unfortunately they did not disclose the average users per customer but only talked about a growing number of users per customer.

More than 700 customers signed up for the software that is available in 11 countries right now (Germany, UK, France, USA, China, India, Canada, Austria, Switzerland, Mexico, Singapore) - that is a plus from roughly 30% towards beginning of July. The majority of the customers comes from Germany and the US - adding up to more than 50% of the customers. The goal of 1000 customers by the end of the year is not an illusion. For 2012 the goals are more ambitious: Another 3000 customers are suppose to use ByD.

To reach these numbers SAP is rolling out more countries. With version 3.5 (due Q1 2012) Brazil is added to the list with the CRM starter package. In version 4 Spain, Italy, Denmark, and the Netherlands are likely to be added. With the next SDK partners are enabled to deliver localized byDesign versions for countries that are not on the SAP roadmap.

Another crucial element for the ByD success is the partner channel and ecosystem. Partners are expected to develop extensions and bring their own IP to the SAP store. From payroll and time recording through campaign planning, the online market place will be the place for SAP partner companies to sell their add-ons. Providers so far include e.g. Syskoplan, All for One Midmarket, itelligence, Crossgate, Kaba, Data One, Seeburger, and DATEV. Currently, SAP store has around 70 apps on its virtual shelves. It is available to customers in the United States, the United Kingdom, India, China, France, and Germany - and more to come. Right now you have to register to entrance the store - and it is hard to find within the SAP websites. Nothing for window shoppers but that might change.

SAP has opened up a market for SaaS-ERP solutions and other vendors like Microsoft struggle to find an answer. In the case of Microsoft the answer will be Dynamics NAV 7 - coming next autumn. Although the absolute numbers of ByD are not that impressive for a SMB product compared to the potential market there seems to be a growing demand for SaaS-ERP. And keep in mind that SAP ByD does not fit for every customer or vertical requirements. The best fit right now are customers in the professional services sector that have unstructured processes, silo applications for e.g. CRM, project management, etc and are growing above average and have to handle that growth. But the ByD target group will grow because solution capabilities grow along the dimensions of attractiveness, industry capabilities, countries and infrastructure – according to market potential and customer requirements. One interesting way to capture customer requirements can be found here: www.ideasforbydesign.ideascale.com SAP tries to establish an active community for guiding the product development and get the customers involved. SAP hopes to interact with customer that way - because ByD is suppose to become a pure partner business.

I am sure that we are going to see a merger of SAP ERP and ByD in the next ten to fifteen years. HANA is going to become the common database for both products, more and more functionality is moving to the cloud and on the other hand, I am expecting ByD to be offered as a hosted model via partners in the next 24 months. So both products seem to come closer together.

Author: Frank Naujoks